Core Training und Pilates

August 7, 2017

Was vor 10 Jahren noch kein Thema war, ist heute in aller Munde. Die Rede ist vom Core-Training, einem speziellen Training für die Verbesserung der sportlichen Leistung. Doch was ist der Unterschied zu Pilates beim dem ebenfalls die Körpermitte trainiert wird?

 

 

 

Core-Training ist ein allgemeiner Begriff und bezeichnet ein Training zur Verbesserung der Stabilität im Körper durch gezielte Übungen der Muskeln in der zentralen Rumpfpartie zwischen Brustkorb und Hüften. Als Bestandteil der Übungen werden bei dem Core-Training Übungseinheiten durchgeführt um ganze Muskelgruppen und Ketten zu beanspruchen. Core-Training steht damit im Kontrast zur funktionellen Gymnastik und dem verbreiteten Krafttraining, die einzelne Muskelgruppen isoliert trainieren und wo die Gewichte in festgelegten Bahnen geführt werden.

 

Im Gegensatz zu Beuge und Streckübungen, wie den Situps, werden im Core-Training gesamte Abläufe trainiert. Diese sehr komplexen Bewegungsabläufe werden mit Medizinbällen und mit Kabelzügen durchgeführt. Neben instabile Unterlagen wird das eigene Körpergewicht und freie Gewichte verwendet.

 

Zu den bekanntesten Beispielen für Core-Training gehört Pilates. In beiden Übungsformen geht mehr Krafteinsatz vom Rumpf, als von den Extremitäten aus. Durch eine optimale Körperhaltung und verbesserte Bewegungsabläufe wird präventiv das Verletzungsrisiko verringert und ein positives Körperbewusstsein aufgebaut.

 

Sicher werden Sie denken dass Pilates-Übungen ausschließlich auf der Matte stattfindet. Aber klassisches Pilates ist in erster Linie ein Geräte-Training. Viele verschiedene spezielle Pilates-Groß-Geräte, bei denen gegen Metallfeder-Widerstände gearbeitet wird, kommen bei Training zum Einsatz.

 

Beim Pilates findet das Training hauptsächlich auf den Pilatesgeräten statt und  erfolgten aus der Körpermitte, so dass im Fokus der Bewegungen immer der Rumpf steht. So wird bei der korrekten Ausführung eine starke Bauch- und Rückenmuskulatur sowie eine stabile Wirbelsäulen aufgebaut. Insbesondere wird aufgrund zahlreicher gleichgewichts-herausfordernder Übungselemente und eher leichter Widerstände die Tiefenmuskulatur aktiviert, die sich direkt an der Wirbelsäule und dem Beckengürtel befindet. Aus diesem Grunde hilft ein professionelles, regelmäßiges Pilates-Training die Wirbelsäule vor Verletzungen zu schützen oder diese zu rehabilitieren, wie mittlerweile von vielen Ärtzten bestätigt wird.

 

Mit dem Core und dem Pilates Training verfolgen zumeist Profisportler das Ziel einer spezifischen Steigerung der Leistung durch eine ideale Kraftentwicklung durch die Körpermitte mit der optimalen Kraftweiterleitung. Darüber hinaus hat die Trainingsform aber auch ganzheitliche Effekte auf den Körper, weswegen einzelne Elemente des Core-Trainings immer häufiger auch im bei Amateursportlern Anwendung finden. Eine Vielzahl an Übungen, die dem Core- oder Pilates Training zugeschrieben werden, finden mittlerweile im Fitnesstraining Anwendung.

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Empfohlene Einträge