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Wie du mit Skoliose-Übungen deine leichte Wirbelsäulen-Verkrümmung linderst

Aktualisiert: 9. Jan.

Du oder eine Person aus deinem Umfeld leidet unter Skoliose? In diesem Blogartikel lernst du Skoliose-Übungen die unterstützend wirken.

Olga Keller zeigt mit den Daumen auf ihren starken Rücken.

Weshalb du Skoliose-Übungen bei einer leichten Wirbelsäulen-Verkrümmung machen solltest


Wenn die Wirbelsäule seitlich verbogen und die einzelnen Wirbel verdreht sind, spricht man von einer Skoliose. Meistens bildet sich die Skoliose während eines Wachstumsschubs in der Pubertät aus, hier stehen die Mediziner immer noch vor einem Rätsel nach dem “Warum“ und der Ursache. Auffällig hierbei ist, dass es öfter Mädchen als Jungen betrifft. Leichte Varianten der Skoliose lassen sich von aussen kaum erkennen. Wenn sie jedoch stärker ausgeprägt ist, zeigt sich dies oft durch ein schiefes Becken oder durch unterschiedlich hohe Schultern. Bei solchen Auffälligkeiten solltest du unbedingt den Kinderarzt oder einen Kinderorthopäden aufsuchen.

Damit dein Leben aufgrund der Skoliose weniger beeinträchtigt wird, können dich dafür geeignete Übungen unterstützen. Die Skoliose-Übungen dienen dazu, deine Rücken- und Bauch-Muskulatur zu stärken. Und sorgen dafür, dass du dich natürlich aufrichten und eine bessere Haltung einnehmen kannst. Dies hilft dir nicht nur schmerzfreier durchs Leben zu gehen, du wirst dich auch besser fühlen und dies ausstrahlen.


Diagnose Skoliose: Der lange Leidensweg meiner Bekannten Juli (Name geändert)


Die Mama von Juli entdeckte die auffällige Verkrümmung der Wirbelsäule am Strand, als sie ihr im Sommerurlaub den Rücken mit Sonnencreme eingecremte. Sie merkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Auch wenn ihr Rücken nie ganz gerade war, hatte sie bis dahin nie Beschwerden gehabt.

Besorgt suchten sie nach den Sommerferien einen Orthopäden auf, der ihr die Diagnose Skoliose sehr nüchtern bestätigte. Die Mutter von Juli hatte einen speziellen Blick für Rückenprobleme, da sie selbst eine Skoliose hat und einen ähnlich schweren Weg gegangen ist, den auch Juli noch vor sich hatte. Ihr Weg zu den verschiedenen Ärzten war sehr ernüchternd. Der erste Arzt, den sie aufgesuchte, war sehr kalt und gefühllos in der Diagnose. Er erzählte ihr, was sie in ihrem Leben aufgrund der Skoliose nicht mehr machen kann. Dazu erzählte er Horrorgeschichten und machte ihr Angst mit Aussagen, wie: «Du wirst einen schlimmen Buckel bekommen und deswegen keinen normalen Beruf ausüben können. Zudem wirst du dein ganzes Leben lang starke Schmerzen haben.» Von hilfreichen Skoliose-Übungen schien er nichts zu wissen.

Zum Glück liess sich meine Bekannte davon nicht entmutigen und hörte auf ihre Mutter, die mittlerweile gut mit der Skoliose lebte. Sie ermutigte und stärkte sie mit ihren eigenen Erfahrungen. Juli entschied sich deshalb für ein Korsett und eine intensive Physiotherapie, um der Verkrümmung vorzubeugen. Die Physiotherapeutin wendete die Katharina Schroth Therapie an.

Die Schroth Methode ist eine Bewegungstherapie, die mit gezielt gelenkter Atmung alle engen Krümmungen in Rumpfbereich gleichermassen beeinflusst und stabilisiert. Der Fokus dieser Methode liegt auf der genauen Kenntnis der eigenen Wirbelsäulenverformung. Indem Juli sich mit ihrer inneren Körperwahrnehmung auseinandersetzte und gegen die engen Kurven im Rumpf steuerte, ging es ihr viel besser.


Wie Juli die Skoliose durch Pilates-Übungen in den Griff bekam

Als sie schliesslich 19 Jahre alt wurde, entdeckte sie durch eine Freundin, die ebenfalls eine Skoliose hatte, klassisches Pilates. Bereits nach zwei Stunden realisierte sie, welche Gemeinsamkeiten die Schroth Methode und Pilates haben. Durch die gezielt gelenkte Atmung und die Stahlfedern richteten sich die engen Kurven im Rumpf stärker auf. Pilates unterstützt meine Bekannte und hilft ihr, in ihrem eigenen Tempo den Rücken zu stärken.

Endlich hat sie ein cooles geführtes Training ausserhalb ihrer eigenen vier Wände gefunden und kennt Skoliose-Übungen, die sie neben der Physiotherapie eigenständig durchführen kann. Sie schätzt ihre Physiotherapeutin nach wie vor sehr. Denn sie hat sie seit ihrer Diagnose sehr liebevoll begleitet. Jedoch ist sie mittlerweile eine junge Frau. Sie ist ihrem Korsett entwachsen, welches nun als Erinnerung im Schrank hängt. Damit es dortbleibt, braucht sie die Skoliose-Übungen. Ich weiss jedoch, dass sie sich durch das Training so viel Selbstdisziplin antrainiert hat, dass sie Pilates immer weiter nutzen wird. Auch als Selbsttraining.

Heute ist Juli 37 Jahre alt, bewegt sich ohne Korsett und ist 90% ihres Alltags schmerzfrei. Sie weiss, dass sich alles wieder ändern kann, jedoch ist sie für jeden Tag ohne Schmerzen, Korsett und OP unendlich dankbar. Selbst ihr Osteopath bestätigte ihr, wie frei und beweglich ihre Wirbelsäule durch das Pilates-Training wurde.


Wie dich die Skoliose-Übungen im Pilates-Studio unterstützen


Im Pilates auf den Geräten sind die Stahlfedern, die kraftgebenden, sowie die modellierenden Instrumente für einen gesünderen Rücken. Durch die Arbeit mit den Stahlfedern erreichst du selbst die kleinsten und faulsten naheliegendsten Muskeln der stützenden Wirbelsäule und kannst diese wachrütteln und aufrichten. Wie das geht? Ich beschreibe es gerne so …

Es mag sein, dass wir unsere vielseitigen Kurven im Körper nicht vollkommen begradigen können, aber wir können sie im richtigen Gang nehmen. Genau wie beim Autofahren. Erinnerst du dich an deine Fahrlektionen? Sobald du einen Gang herunterschaltest, kannst du selbst die engsten Kurven in den Schweizer Bergen befahren.

So verhält es sich auch bei den Skoliose-Übungen im Pilates. Hier nimmst du deinen Rumpf als den zentralen Bewegungsmotor, selbst für die scheinbar unmöglichsten Kurven. So wie zum Beispiel auf dem Reformer, der auch ein fahrender Wagen sein kann und auch ist. Hier schiebst du mit einem festen Punkt deiner Füsse die Stahlfedern, an denen der Wagen eingehängt, auf und zu und atmest dabei gezielt in dein Rippenkorsett. Dadurch dehnst du die engen Kurven der Skoliose im Rumpf aus.

Du erreichst eine anhaltende Dehnung der Wirbelsäule in zwei Richtungen, sowie die tief liegende Bauch- und Rückenmuskulatur für die kräftigende Aufrichtung deiner Skoliose. Deine Wirbelsäule öffnet sich vom Kopf bis zum Steiss.

Ein anderes Beispiel ist der Spinekorrektor. Ein runder, stabiler Hügel auf der Matte, auf dem du deine Wirbelsäule auflegst und durch die Bewegung der Beine und Arme gezielt aus deinem Zentrum (Torso), ausdehnst und in alle vier Richtungen durchbewegst. Seitwärts, rückwärts und nach vorn. Und wie es sein Name schon sagt, der Spinekorrektor korrigiert durch die enganliegende Zusammenarbeit mit dem Rumpf die ganze Wirbelsäule.

Du siehst, mit dem klassischen Pilates auf den Geräten, erzielst du noch rascher Fortschritte und wirst schmerzfreier. Skoliose-Übungen für zu Hause sind gut, wirklich zielführend jedoch ist nur das Pilates-Training in einem Studio deiner Wahl.


Komm gerne für ein kostenloses Gespräch im Strongback-Studio in Zürich-Altstetten vorbei


Du möchtest deine Skoliose langfristig verbessern? Dann trage dich gleich über folgenden Link für ein kostenfreies Erstgespräch ein. In meinem Studio kannst du mir dann mehr zu deiner Erkrankung erzählen und ich zeige dir, wie ich dich hierbei unterstützen kann.




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